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Urban und Streetwear Trends Frühjahr/Sommer 2011

01.08.2010
Die sich langsam erholende Wirtschaft gibt Anlass zu guter wie auch schlechter Laune. Beide Emotionen finden ihren Ausdruck in den allgemeinen Fashion- und Schuhtrends und damit auch im Urban und Streetwear-Segment. Sanfte und frische Töne mit einem Hauch Romantik versprühen Optimismus, auf der anderen Seite widerum zeigen sich die dunklen Einflüsse, auch wenn beide häufig bei ähnlichen Modellen zu finden sind, die sich lediglich durch ihre Farbe, Qualität und Aufmachung unterscheiden. Unterschiedlichste Strömungen prägen die Looks der Urban und Streetwear in dieser Saison und lassen verschiedene Design-Themen erkennen.

Die Amsterdamer design forecasting Agentur YTrends präsentiert vier Trendthemen für die Saison Frühjahr/Sommer 2011:
Combining traditions – Formal – Eco materials – Innovative proportions

Combining traditions
Einige Trends bleiben langfristig wichtig und zeigen sich deutlich im Sommer 2011. Retro-Styles für Damen und Herren und die Betonung traditioneller Handwerkskunst vermitteln ein Gefühl von Sicherheit und Langlebigkeit. Eine Kombination aus Beidem bringt jedoch neue interessante Ideen hervor, wie beispielsweise die Anwendung traditioneller, handwerklicher Verarbeitungstechniken bei Sneakern, die früher nur als Massenware produziert wurden oder die neuartige Verwendung altmodischer Konstruktionen. So passen beispielsweise Bootsschuhe mit einer ethnisch angehauchten Opanka-Konstruktion in dieses Thema.

Formal
Im Zusammenhang mit dem Bedürfnis nach Tradition und Altbewährtem ist auch der stetig wachsende Anteil förmlich wirkender Schuh-Styles zu sehen. Von der Neuinterpretation klassischer Herrenschuhe für das junge, trendige Publikum bis hin zu den unzähligen High-Heel-Varianten für Frauen. Pumps und Ankle-Boots bleiben weiterhin wichtig und werden mit den vielen Retro-Röcken, Kleidern und Leggings, die die Mode auch weiterhin bestimmen, kombiniert. Die Leisten sind feminin, aber nicht bieder und verzichten meist bewusst auf verlängerte Spitzen. Der Schwerpunkt liegt auf der Konstruktion besonderer Absatzformen.

Eco materials
Die Verwendung ökologischer Materialien ist im Sommer 2011 weiterhin von großer Bedeutung. Besonders im Sommer sind Öko-Trends leichter umzusetzen. Sandalen lassen Minimal-Konstruktionen mit ungefütterten, vegetabil gegerbten Oberledern zu. Auch Modelle mit fade-out, strukturiertem oder gewachstem Canvas oder Satin finden sich in diesem Thema wider. Solche Materialien kommen auch in den Sommer-Variationen der vielen groben Casual-Boots zum Einsatz, die in der letzten Saison zu sehen waren. Ein Ende des Experimentierens mit neuen Färbetechniken wie Sprayen oder Tie- und Dip-Dye, der Knoten- und Tauchfärbung, ist nicht abzusehen.

Innovative proportions
Zusätzlich zeigt die junge Schuhmode auch Experimente mit völlig neuen Formen. Diese sind dann stark von Architektur und Wissenschaft beeinflusst, mit Proportionen, die entweder geometrisch sind und die Fußform negieren, sogar verfremden oder sehr geschwungen daherkommen und wie aus einem Guß erscheinen, so als sei der Schuh ein lebender Organismus. Neben einigen schlanken, eleganten Absätzen zeigen sich unter diesem Einfluss hauptsächlich alle Arten von Plateaus, Keilabsätzen und anderen stabilen Absatzformen.

Quelle: YTrends / http://www.ytrends.com/

Die GDS findet vom 10. bis 12. September 2010 in Düsseldorf statt. Insgesamt werden etwa 760 Aussteller aus 33 Ländern mit ca. 1.750 Kollektionen ihre Schuh- und Taschentrends für Frühjahr/Sommer 2011 präsentieren (Stand: 15. Juli 2010).

 

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