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Wir sind Vordenker
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Wir sind Vordenker
Die white cubes ist der exklusivste Bereich auf der Düsseldorfer GDS. Im September 2006 startete das Konzept mit 60 Kollektionen, heute sind es rund 200. Unverändert ist aber die Idee, das Grundkonzept der white cubes: Funktionalität und Ästhetik, Grundvoraussetzung für professionelles Arbeiten, stehen im Vordergrund. Dennoch gibt es immer etwas zu tun. Was, das erzählt GDS-Chefin Kirstin Deutelmoser hier.
Die GDS hat einen Relaunch der white cubes angekündigt. Was verändert sich?
Die white cubes bekommt ein Facelifting. Der Standbau wird zeitgemäßer. Jetzt arbeiten wir mit Bogenlampen, die sind moderner und wertiger. Matte Oberflächen ersetzen wir durch glänzende und der Boden bekommt eine cleane Betonoptik. Damit haben wir einen Kontrast und eine neue Optik geschaffen, ohne die Funktion zu vernachlässigen. Insgesamt sind es viele kleine Details, die wir verändert haben, die vielleicht im Einzelnen gar nicht so auffallen, aber als Gesamtarchitektur mit einer noch wertigeren Anmutung überzeugen. Außerdem haben wir uns im Standbau bisher ausschließlich auf Schuhe konzentriert. Zukünftig wird der Messebau jedoch auch für Accessoires wie Schals und Tücher funktionieren. Trotzdem bleibt das Grundkonzept und damit auch der Charakter der white cubes erhalten. Wir verändern lediglich die Oberflächen. Funktionalität und Ästhetik stehen nach wie vor im Vordergrund.
Warum wird dieser Relaunch gemacht? Auf der letzten Messe waren Aussteller und Besucher der white cubes durchweg zufrieden...
Es ist richtig, dass alle mit den white cubes sehr glücklich sind – der Standbau kommt gut an – sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Ausstellern. Gerade deshalb müssen wir Vorausdenken. Das bedeutet, dass wir Dinge hinterfragen müssen. Gespräche haben zwar bestätigt, dass das Grundkonzept richtig ist, wenn aber alle erst einmal sagen würden, das Konzept sei langweilig, dann ist es für Veränderungen schon zu spät. Deshalb verändern wir jetzt. Außerdem zeigen die Möbel natürlich auch Gebrauchsspuren.
Was ist denn das Besondere an den white cubes?
Die white cubes ist ein eigenständiges Konzept für ausgesuchte Trend-Kollektionen aus dem Premium-Bereich. Die Anmutung ist clean, Marke und Produkt stehen im Mittelpunkt, der Raum dient lediglich zur Unterstützung. Die white cubes ist ein separater Bereich mit Showroom-Charakter, das ist für die Aussteller wichtig. Die Einladung der Besucher wird gemeinsam mit den Ausstellern gemacht. In den white cubes stellen auch hochwertige Düsseldorfer Showrooms aus, mit denen wir kooperieren. Mit diesen stehen wir in sehr engem Kontakt, auch was die Planung und Konzeption der white cubes betrifft. Wichtig bei der white cubes ist auch der Servicegedanke für Aussteller und Besucher: Wir bieten unseren Ausstellern ein‚ Rundum-Sorglos-Paket‘ mit richtigem Markenumfeld, Standbau, Catering und Besuchermanagement. Besuchern bieten wir einen Shuttleservice in die Showrooms, mit denen wir kooperieren und eine kommunikative Lounge, in der man sich immer wieder gerne trifft.
Wie werde ich Aussteller?
Man muss sich bewerben, dann entscheidet eine Jury über die Teilnahme. Der Gesamtauftritt der Marke, die Distributionskanäle sowie die Berichterstattung über ein Label werden dabei berücksichtigt. Ganz wichtig ist aber die Fashion-Aussage einer Kollektion, sie muss eine moderne, eigenständige Handschrift haben. Die Qualität muss stimmen, wobei wir in den white cubes jetzt nicht eine ganz bestimmte EK-Preislage verlangen, wenn der Premium-Charakter der Kollektion stimmt. Diese Entscheidungen sind oft gar nicht so einfach und in der Jury wird wild diskutiert. Die Entscheidungen fallen spät, weil wir auch kurzentschlossenen Firmen noch die Chance geben wollen, die white cubes zu nutzen.
Und wie wird man Besucher?
Die Aussteller suchen aus, welche Einkäufer sie einladen. Wir verschicken Extra-Einladungen. Aber es kommen auch immer wieder neue Besucher hinzu, denn es kann sich jeder Einkäufer an unserem Desk registrieren und dann bei einem Aussteller listen lassen, um für die nächste Veranstaltung eingeladen zu werden. Wir nehmen die Eingangskontrollen sehr ernst. Wer aber einmal registriert ist und Zugang zur Halle hat, kann dafür alle Stände frei besuchen.
Wie stark ändert sich das Aussteller-Portfolio von Messe zu Messe? Gibt es da Bewegung?
Es gibt immer einen natürlichen Wechsel. Das wollen wir auch, damit es spannend bleibt. Zuviel können wir allerdings nicht verändern, weil wir die white cubes auf keinen Fall vergrößern wollen.
Wie viele Aussteller sind es in der Regel in der white cubes, wie setzen sich diese zusammen?
Das Ausstellerportfolio wechselt immer. Von den rund 200 Kollektionen, die auf den white cubes ausstellen, kommen die meisten aus Italien, gefolgt von Spanien und Portugal. Aber gerade kommen auch aus Kanada und den USA ganz spannende Geschichten.
Wird es auch in den anderen Messe-Hallen Veränderungen geben?
Nein. Diesmal haben wir uns auf die white cubes konzentriert. Bis auf die Design Attack, die verändert sich ja immer. Ansonsten gibt es in den anderen Hallen nur minimale Verfeinerungen, um den Service weiter zu optimieren. Zum Beispiel bekommen die Stände in der Prime Square andere Standnummern, um die Orientierung zu verbessern.
Das Interview führte Julia Mönnich
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