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Seit Juli 2014 veranstaltet styleranking am "Blogger Friday" das FashionBloggerCafé shoedition im Rahmen der GDS.

Snapchat, Periscope, Instagram

Muss man auf allen Social Media Kanälen unterwegs sein?

Facebook hat sich über die Jahre als fester Kanal zur Unternehmenskommunikation entwickelt. Auch Twitter, die Präsenz bei Xing und LinkedIn und der Bilderdienst Instagram zählen zum relevanten Set der Unternehmensprofile, die der Social Media-Beauftragte im Unternehmen regelmäßig pflegt. Wie aber geht eine Firma mit neuen Angeboten um? Muss man auf allen Social Media-Profilen aktiv sein?

Laut dem Statistikdienst “Statista” werden allein beim Instant Messaging-Dienst Snapchat täglich über 700 Millionen Fotos weltweit hochgeladen. Genutzt wird Snapchat den Angaben nach vor allem von Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren. Wer heute als Fashionblogger erfolgreich sein will, der snappt - auch in Deutschland. Hochgeladen werden kurze Videos vom Shooting, aus der Pizzeria, dem Fitnessstudio oder von der Party auf der Fashionweek.

Da sollte der Kommunikations-Chef doch mindestens mitbekommen, was über die eigene Kollektion gesnappt wird und auch ein Profil pflegen, oder?

Gleiches gilt allerdings für Bilderdienste. Pinterest etwa scheint in Europa weiter deutlich zu wachsen. Glaubt man dem Online-Analytics-Portal “Alexa”, so zählt Pinterest zu den Top 100 der meistbesuchten Webseiten weltweit: In Deutschland soll die Seite sogar Platz 58 belegen. Twitter hatte sicher gute Gründe, sich an Periscope zu beteiligen. Und was ist eigentlich aus Ello geworden? Auch Vine zählt zum so genannten “Relevant Set”. Allein eine Herausforderung drückt Kommunikationsprofis auf den Magen: Wer soll die ganzen Inhalte produzieren, hochladen, den Erfolg messen und mit den Community-Mitgliedern kommunizieren?

Mein Rat: Sie müssen nicht überall aktiv sein. Entscheiden Sie sich für die Kanäle, die am besten zu Ihrer Produktpräsentation passen und für die Sie die spannendsten Inhalte bieten können. Bei Schuhen kann dies etwa Instagram sein, denn Sie produzieren ja spannende Lookbooks, shooten mit interessanten Models und können hier auch das ein oder andere Making-of-Bild verwenden. Sie schaffen damit Emotionen, Sympathie, Vertrauen und nehmen Ihre Nutzer mit hinter Ihre Kulissen.

Gleichwohl ist es ratsam, mindestens den Markennamen auf neuen Platformen zu reservieren. Natürlich bekommt eine Firma über den Markenschutz und mithilfe des Anwalts auch zu einem späteren Zeitpunkt ihren Namen in der Online-Community. Es kann jedoch dann einige Zeit dauern und zu Verärgerungen führen, wenn bereits ein anderer mit Ihrer Firmenbezeichnung erfolgreich auf dem Social Media-Angebot unterwegs ist. Das Profil frühzeitig zu sichern kostet erstmal wenig Aufwand. Und vielleicht folgen ja aus Sympathie bereits einige Nutzer Ihrem Unternehmen, ohne dass Sie den Channel aktiv mit Inhalten bespielen.

Informieren Sie sich regelmäßig über neue Social Media-Trends und aufstrebende Portale. So gewährleisten Sie, dass Sie nicht zu früh auf einen Zug aufspringen, der niemals in der Relevanz-Zone ankommt - aber auch nicht zu spät Ihren Account aktiv pflegen, wenn es fast unmöglich erscheint, eine relevante Zahl von Followern oder Fans aufzubauen.

Und immer, wenn Sie einen neuen Account aufbauen, dann prüfen Sie: Hat eines der bestehenden gepflegten Profile noch die Relevanz, die Sie dem Kanal noch vor einem Jahr zugemessen haben? Oder können Sie den Aufwand bei Facebook, Twitter oder einem anderen Kanal reduzieren, weil er nicht den gewünschten Output bringt.

Eines scheint sicher: Die Zahl der Social Media-Angebote wird weiter steigen. Doch wer überall und zu jeder Zeit kommuniziert, setzt auf Masse statt Klasse. Wer also erfolgreich agieren will, sollte überlegen, mit welchen Inhalten er mehrere relevante Kanäle bespielen kann. Und dann mit Qualität überzeugen - mit spannenden Bildern, Insights, Videos und Texten. Beziehen Sie als Company in diese Aufgabe Ihre Dienstleister mit ein. Der Fotograf für Ihre neue Kollektion freut sich sicher, wenn das Lookbook-Bild mit Tag auf sein Instagram-Profil auch auf dem Bilderdienst gezeigt wird. Und vielleicht steht er ja auch für eine kurze Videosequenz für Snapchat zur Verfügung. Aber haushalten Sie mit Ihren Aktivitäten. Niemand muss auf jeder Plattform aktiv sein. Sie würden Ihre Anzeige ja auch nicht in allen Ihnen zur Verfügung stehenden Print-Publikationen schalten, sondern dort, wo auch Ihre Kunden zu den Lesern zählen.

Der Autor Roland Schweins (42) ist Geschäftsführer der styleranking media GmbH mit Sitz in Düsseldorf. styleranking betreibt seit 2007 ein Fashion-, Beauty-, und Lifestyle-Portal mit den Schwerpunkten Moderedaktion, Community und Blogger-Relations. styleranking veranstaltet die deutschlandweit größten Modebloggertreffen: Die FashionBloggerCafés

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Text: Roland Schweins, Geschäftsführer der styleranking media GmbH
Foto: Björn Hornung

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